Reparatur einer Zimmerspringbrunnen-Pumpe

Heute gab mir ein Freund eine Zimmerspringbrunnen-Pumpe mit der Bemerkung, die „tue es nicht“. Die Pumpe habe er schon nachgesehen. Also lag die Vermutung nahe, dass es sich um ein elektrisches Problem handelt.

Erst nahm ich natürlich eine eine Eingangsmessung vor, um sicher zu gehen, dass die Wicklung keinen Schaden hat. Die Messung zeigte keine Fehler und so ging es ans Zerlegen der Pumpe.

Da es sich beim Motor um einen Kurzschlussläufer handelt, war das Zerlegen recht einfach. Eine obere und untere Lagerschale war abzuschrauben. Um den Läufer herauszunehmen und zu begutachten, mussten auch die Pumpe geöffnet und das kleine Schaufelrad von der Welle gezogen werden. Die Lager waren sehr trocken und auch die Durchführung der Welle in die Pumpe war recht fest. Also alles gesäubert und etwas Silikon in die Lagerschalen und auf die Welle gegeben. Fett wäre sicher noch schöner für die Lagerschalen gewesen, aber das hatte ich nicht zur Hand, denn das weilt alles in der Motorradwerkstatt.

Dann den Motor an den Trenntrafo angeschlossen und mal kurz die Welle angedreht: Der Motor lief los. Er läuft nun schön leise neben mir her, während ich hier schreibe. So ein Kurzschlussläufer hat ja ein geringes Anzugmoment und wenn die mechanische Hemmung zu groß ist, kann er eben nicht loslaufen, dann brummt er nur ein wenig.

Nun kann die Mutter meines Freundes bald wieder viel Freude an ihrem Zimmerspringbrunnen haben. Der Motor gefiel mit ob seiner Einfachheit sehr gut. Die Reparatur hat Freude gemacht und ein kleines Stück Technik konnte erhalten werden.

Garagentoröffner mit Lichthupe bedienen

Da ich mein Motorrad in einer Garage mit elektrischem Garagentor-Öffner abstelle, kam mir der Gedanke, das Ganze komfortabler zu machen. Denn ob ich bei Ankunft mit dem Motorrad erst einen Schlüssel oder aber den Handsender aus der Tasche fummeln muss, nimmt sich ja wenig. Also warum nicht mit der Lichthupe (dem Schalter für diese) die Garage öffnen? Die Lichthupe als Garagentoröffner.

Öffnen des Handsenders

Also habe ich erst einmal den Handsender vorsichtig geöffnet und mal angeschaut, wie es denn zu machen wäre. Schnell wurde klar, dass es sich um einen einfachen Taster handelt und dass dieser sicher einfach über ein Relais, dessen Kontakte parallel zum Taster geschaltet werden, überbrückt werden kann.

Entwurf der Schaltung Lichthupe als Garagentoröffner

Im Schaltplan des Motorrades las ich, dass Fernlicht und Lichthupe über zwei Leitungen an den Lampenstecker für Fernlicht gehen. Das heißt: Immer, wenn das Fernlicht an ist, würde es an der Garagentoröffner senden – es soll aber nur bei Betätigung der Lichthupe senden. Der linke Schaltplan zeigt das. Rechts dann das, was dem Elektroniker einfällt, wenn Strom nur in eine Richtung fließen soll, die Diode. Die muss natürlich in den Zweig zum Schalter hin und den Strom des Fernlichts ab können. Dabei soll der Spannungsfall auch nicht so groß sein, dass die Lichthupe sichtbar dunkler ist als das Fernlicht.

Die Schaltung, Lichthupe als Garagentoröffner
Die Schaltung.

Die Diode wurde eine P600B, weil sie den Strom von über 4A verträgt bei einem Spannungsfall von 0,9 – 1 Volt. Das ist nicht wirklich sichtbar im Licht. Und wenn die Lichthupe etwas schwächer leuchten würde, so störte es bislang weder den Überwachungsverein noch mich selbst.

Die Handsender-Elektronik einschließlich CR2032 passt in eine Filmdose. Das sind diese Dosen, in denen damals die Kleinbildfilme aufbewahrt wurden. Das Relais ist im Deckel der Dose verklebt, die Leitungsdurchführung wurde mit Silikon abgedichtet.

Der Garagetoröffner in der Filmdose
Der Sender in einer Filmdose.

Die Dose habe ich im im Motorrad verbaut, die Schaltereinheit geöffnet und Platz für die Diode gefunden, anschließend alles zusammen gebaut. Getestet und es funktioniert.

Nun mag es sein, dass sich mancher wundert, warum ich kurz vor der Garage aufblende und dann die Garage wie von Geisterhand öffnet. Mir gefällt’s!